Rezension „Das Paläo-Prinzip der gesunden Ernährung im Ausdauersport“

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Netterweise, wurde mir ein Rezensionsexemplar des Buches „Das Paläo-Prinzip der gesunden Ernährung im Ausdauersport“ vom Sportwelt Verlag zur Verfügung gestellt, welches ursprünglich in englischer Sprache unter dem Titel „The Paleo Diet for Athletes – A Nutritional Formula for Peak Athletic Performance“ veröffentlicht und von Loren Cordain und Joe Friel geschrieben, sowie von Lea Bodora übersetzt wurde. Dieses handelt von einer optimalen Ernährungsform für Ausdauersportler. Die Autoren orientieren sich dabei an der steinzeitlichen Paläo Ernährung und haben diese an die Bedürfnisse von Ausdauersportlern angepasst.

 

Der Ansatz des Buches basiert darauf, dass unsere heutige Ernährung nicht nur ungesund, sondern auch ungeeignet für unseren Körper ist. Erst recht, wenn körperliche Höchstleistungen erzielt werden sollen. Deswegen orientieren sich die Autoren an einer jahrtausendlange, von unseren Vorfahren in der Steinzeit erprobten Ernährung. Dadurch wird die typsich westliche Ernährung ziemlich auf den Kopf gestellt. In der Steinzeit gab es kein Getreide, keinen Zucker und in erster Linie keinen Supermarkt um die Ecke. Für die Nahrungsbeschaffung musste körperliche Arbeit geleistet werden, entweder um Tiere zu jagen oder andere Nahrungsmittel zu sammeln. Gelang dies nicht in einem ausreichenden Umfang, musste gehungert werden und deshalb war es wichtig die eingesetzte Energie mit möglichst sinnvoller und guter Nahrung wieder aufzufüllen.

Die Lebenserwartung dieser Vorfahren war zwar deutlich geringer, jedoch starben viele aufgrund des gefährlichen Lebens und der schlechten medizinischen Versorgung und nicht an den westlichen Zivilisationskrankheiten. Diejenigen, die es schafften zu überleben, waren dafür im höheren Alter noch deutlich fitter und gesünder, als die meisten heutzutage.

Durch den fehlenden Zucker und Getreide bestand die steinzeitliche Ernährung aus weniger Kohlenhydraten und dafür mehr Fetten, sowie Proteinen. Zusätzlich wurden kaum Lebensmittel gegessen um satt zu machen, sondern eher um die lebensnotwendigen Nährstoffe, sowie Vitamine und Mineralien aufzunehmen.

Das Buch befasst sich sowohl mit den Grundlagen der Paläo Ernährung, sowie denen für die Nahrungsaufnahme wichtigen Phasen rund um das Training, sodass es jeweils Ernährungsempfehlungen für  Phasen vor, während und nach einer Trainingseinheit gibt, die optimal auf die Bedürfnisse des Körpers abgestimmt sind.

In dem Buch führen die Autoren die Vorzüge der steinzeitlichen Ernährung mit den Vorteilen der heutigen Nahrungsmittelverfügbarkeit zusammen um eine Ernährungsweise vorzustellen, die sowohl zu Gesundheit als auch sportlichen Höchstleistungen verhilft.

Was mir gefällt:

Die Autoren schaffen es in diesem Buch sehr gut, den wichtigen Inhalt, sowie in einem unauffälligem Verhältnis die notwendigen Hintergrundinformationen miteinander zu verknüpfen und darzustellen. Der Lesende bekommt zu den Informationen über die steinzeitliche Ernährung und den damit verbundenen Forschungsergebnissen, ein auf den Leistungssport abgestimmtes Ernährungskonzept, welches zu mehr Gesundheit, Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit verhelfen soll. Dadurch, dass der Tag in Phasen vor, während und nach dem Training eingeteilt wird, erhält man beim Lesen die wichtigsten Informationen und Bestandteile der optimalen Nahrungszusammensetzung für die jeweilige Phase. Zusätzlich gibt es viele Rezepte zum Nachmachen und immer wieder hilfreiche Tabellen und Abbildungen, sowie Informationskästen, die über die grundlegenden Informationen hinaus informieren.

Was mir nicht so gut gefällt:

Dadurch, dass das Buch aus dem englischen übersetzt wurden, wird es mit der amerikanischen Ernährungsweise bzw. den amerikanischen Empfehlungen einer gesunden Ernährung verglichen. Ab und zu wäre da auch ein Vergleich zu der deutschen Ernährung wünschenswert, um es den deutschen Lesern noch etwas näher zu bringen. So kann es dazu führen, dass zwar die amerikanische Ernährung als schlecht und ungesund eingesschätzt wird, die eigene jedoch nicht so sehr.

Fazit:

Insgesamt gefällt mir das Buch sehr gut. Am Anfang mag es etwas erschreckend sein zu hören, auf welche Nahrungsmittel man alles verzichten sollte und die Umstellung kann sich als ziemlich hart erweisen. Wenn sich dann jedoch positive Wirkungen bemerkbar machen, wie zum Beispiel eine bessere Regeneration und Gesundheit oder bessere sportliche Leistungen, dann sollte es die meisten Sportler überzeugen, sich überwiegend an diese Ernährungsform zu halten. Die Autoren erklären die dargestellten Sachverhalte sehr gut und meistens auch leicht verständlich. Ein bisschen Vorwissen auf den Ernährungs- und Sportwissenschaften schadet jedoch sicherlich nicht einem besseren Verständnis. Ich kann dieses Buch denjenigen empfehlen, die mit Hilfe der Ernährung ihren Gesundheits- oder Trainingszustand auf ein besseres Niveau bringen möchten und nicht abgeneigt sind, selber viel zu kochen und weitestgehend auf die weiterverarbeiteten Lebensmittel zu verzichten.
Das Buch könnt ihr unter anderem hier erwerben.

Rezension „schlau food für alle: Essen mit Gewinn“

 

20180705_094116.jpgGroßzügiger Weise wurde mir vom Sportwelt Verlag das Buch „schlau food für alle: Essen mit Gewinn“ als Rezensionsexemplar zum Lesen zur Verfügung gestellt. Nachdem ich dieses Buch nun gelesen habe, möchte ich euch mit diesem Beitrag meinen gewonnenen Eindruck kurz darstellen.

Die beiden Autoren Gina und Axel Schlote schreiben in dem Buch über die für sie optimale Ernährungsform, mit der sich diese sieben Ziele erfüllen lassen: länger Leben, genussvoll essen, abnehmen & Gewicht halten, gesund & fit fühlen, Tiere schützen, Umwelt schonen, Geld sparen und Zeit gewinnen. Das Buch richtet sich an den durchschnittlichen Verbraucher, der eventuell etwas Gewicht verlieren möchte, jedoch mit der Ernährung nicht nur auf Verzicht aus ist, sondern diese in vollem Umfang genießen möchte. Der Inhalt basiert auf mehrjähriger Erfahrung der beiden Autoren und stellt somit ein in der Praxis erwiesenes Konzept dar.

Was mir gefällt:

Das Buch schildert leicht verständlich und knapp zusammengefasst die Hintergründe, warum die Ernährungsumstellung zu der Erfüllung der anfangs benanten Ziele führt. Auf vertiefende fachliche Erklärungen verzichten die Autoren auf Grund der Tatsache, dass Sie sich selber nicht als Experten in diesem Bereich sehen. Dadurch bleibt das Buch klar verständlich, auch ohne sich vorher viel mit dem Thema Ernährung befasst zu haben. Wer trotzdem tiefgründigere Informationen möchte, wird sicherlich in den vorgeschlagenen weiterführenden Lektüren am Ende des Buches fündig. Sehr hilfreich finde ich auch, dass in dem Buch mögliche Ausreden vorgestellt werden, die einen davon abhalten könnten an der gesünderen Ernährung fest zu halten. Zusätzlich stellen die Autoren Argumente dar, die die Ausreden entkräften und somit ist man für einige, typische Situationen gut vorbereitet und kann sich besser darauf konzentrieren die neue und bessere Ernährung umzusetzen. Durch das Kapitel „Erste Schritte“ wird beim Lesen auch schon ein Startpunkt gesetzt mit der Ernährungsumstellung anzufangen. Oft ist es bequemer an den alten Gewohnheiten fest zu halten, auch wenn diese nicht optimal sind. Nachdem man das Buch durchgelesen hat, kann man direkt mit den ersten Schritten anfangen und sich von den alten Gewohnheiten lösen.

Was mir fehlt:

Die Lebensmittel, die die Autoren empfehlen werden zwar einzeln gut vorgestellt, jedoch könnte es Personen geben, die mit diesen Lebensmitteln alleine keine geschmackvollen Gerichte hin bekommen. Daher würde ich es hilfreich finden einige Rezepte der beiden Autoren mit aufgelistet zu bekommen, oder besser noch deren gesamten Wochenplan als Beispiel, wie eine abwechslungsreiche, jedoch gesunde Ernährung nach den aufgestellten Richtlinien aussehen könnte. So ein Plan könnte zusätzliche Motivation für Personen sein, die Probleme haben, sich an die umgestellte Ernährung zu gewöhnen. Wenn man sich nicht selber aussuchen muss, was man kocht, sondern es „vorgeschrieben“ bekommt, ist die Versuchung sicherlich geringer von der Umstellung wieder auf die alten Gewohnheiten zurück zu greifen.

Fazit:

Insgesamt finde ich, ist das Buch sehr gut aufgebaut. Es ist leicht verständlich geschrieben und die dargestellten Inhalte lassen sich auch ohne Vorwissen verstehen. Es richtet sich meiner Meinung nach an durchschittliche Berufstätige, die auf der einen Seite nicht unnötig viel für ihre Ernährung ausgeben wollen, auf der anderen Seite jedoch etwas unzufrieden mit Ihrer aktuellen Ernährungsweise sind und eventuell etwas abnehmen wollen. Das Buch richtet sich damit nicht nur an eine spezielle Gruppe von Leuten sondern an eine breite Allgemeinheit. Die Umgewöhnung könnte mit diesem Buch etwas schwer fallen, da man keine Beispiele gezeigt bekommt, wie die Ernährung nach der Umstellung aussehen kann oder sollte. Wenn man nicht gerne mit den vorhandenen Lebensmitteln herum experimentiert, stelle ich mir das etwas nachteilig vor. Ansonsten  würde ich das Buch denjenigen empfehlen, die eine unkomplizierte, jedoch erfolgreiche Ernährungsweise suchen, um sich im Leben zufriedener zu fühlen.

Das Buch könnt ihr hier finden und erwerben.