Beeinträchtigt Getreide unsere Gesundheit?

Getreide ist bei uns das Grundnahrungsmittel Nummer 1 und für viele nicht vom Speiseplan wegzudenken. Allerdings gehört Getreide erst seit wenigen tausend Jahren zu der Ernährung des Menschen und somit ist auch ein Leben ohne Getreide für uns möglich.

wheat1280Das Getreide bzw. die daraus hergestellten Lebensmittel tragen gemeinsam mit den stark verarbeiteten Lebensmitteln, welche wir zu uns nehmen, und der unnatürlichen Lebensweise zu einer Verschlechterung unseres Gesundheitszustandes, einer früheren Alterung sowie chronischen Krankheiten bei.

Als die Menschen anfingen Getreide zu sich zu nehmen, taten sie dies hauptsächlich in Form von Getreidekeimlingen, welche noch weiter verarbeitet worden sind (zu Brotfladen). Außerdem wurde bei dem Anbau von Getreide nicht von so vielen Chemikalien Gebrauch gemacht und die Pflanzen waren noch nicht auf Unkompliziertheit gezüchtet. Außerdem wurde das Getreide nicht industriell weiter verarbeitet, was heutzutage oft auch mit Hilfe von Chemikalien vereinfacht wird. Des weiteren war Getreide kein Grundnahrungsmittel, sondern nur eine Ausweitung des Nahrungsangebotes.

Heutzutage soll das Getreide leicht anzubauen und zu ernten sein, wodurch zum Beispiel das reife Getreidekorn nicht mehr wie früher auf den Boden fällt, sondern an der Ähre hängen bleibt. Zusätzlich soll es den Anforderungen der Lebensmittelindustrie gerecht werden und hat deswegen einen hohen Glutengehalt, welches zum Beispiel den Teig klebriger macht.

Mittlerweile ist ca. jeder zweihundert siebzigste Mensch von einer Glutenunverträglichkeit betroffen. Durch eine chronische Entzündung der Dünndarmschleimhaut kommt es bei diesen Personen unter anderem zu Übelkeit, wenn sie glutenhaltige Produkte zu sich nehmen. Eigentlich erkennt deren Körper aber nur die für uns ungeeigneten und ungesunden Getreideprodukte.
Die im Getreide enthaltene Stärke verbindet sich mit dem Gluten zu einer schwer verdaulichen Masse, welche unsere Gedärme verstopft und zu einer Übersäuerung führt.

grass-spikesVitalstoffmangel durch hohen Getreide-Verzehr

Getreideprodukte machen zwar, wie alle schwer verdaulichen Nahrungsmittel, schnell satt, jedoch verstopfen sie auch unsere Organe, da sie nicht vollständig verdaut werden können. Außerdem wird durch den Verzehr von stark sättigenden Teigwaren weniger Gemüse und Obst gegessen, welches einen deutlich höheren Vitalstoffgehalt hat.
Vollkornprodukte enthalten zwar mehr Vitalstoffe als Auszugsmehle und rohes Getreide mehr als gebackene bzw. gekochte Teigwaren, jedoch ist der Unterschied geringer, als die Vollwertszene versucht es darzustellen. Zwar ist der Gehalt an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien in Vollkornprodukten höher und der Blutzucker steigt etwas weniger an als bei Weißmehlprodukten, jedoch sind auch mehr von den unten genannten, entzündungsfördernden Lektinen enthalten und somit sind Vollkornprodukte nicht immer die gesündere Wahl.

Bei der säurebildenden Verdauung von Teigwaren ver(sch)wendet der Körper Mineralien als Puffer. Durch den geringen Anteil an Mineralien in den Teigwaren kann es somit passieren, dass der Körper auf seine Mineralienreserven zurückgreifen muss und dadurch nicht nur keine neuen Mineralien aufgenommen werden, sondern auch noch welche „verloren“ gehen. Bei den basischen Lebensmitteln, wie zum Beispiel Gemüse, ist die Verdauung nicht säurebildend und es können Mineralien vom Körper aufgenommen werden.

Zu den Problemstoffen im Getreide gehören außerdem die Lektine und die Phytinsäure. Lektine haben alle Pflanzen durch Evolution oder Züchtung zum Schutz vor Schädlingen entwickelt. Zusätzlich können diese jedoch bei uns an die körpereigenen Strukturen andocken und diese schädigen. Zu den besonders aggressiven Lektinen gehören die aus Weizen, Roggen und Kidneybohnen, welche zusätzlich auch noch hitzestabil sind und somit nicht durch Kochvorgänge abgebaut werden, wie viele Gemüselektine. Wenn die Lektine in die Blutbahn gelangen, können diese sich im ganzen Körper verteilen und an die Organe heften, was zu einer Abwehrreaktion des Körpers führt. Dieser greift die Lektine an, damit jedoch auch die körpereigenen Strukturen und es kommt zu Entzündungen, aus welchen Krankheiten wie Arthrose, Rheuma, Alzheimer, MS, Diabetes, Herzinfarkt, Autoimmunkrankheiten und Krebs entstehen können. Außerdem wird die hormonelle Regeneration und der Muskelaufbau von den Lektinen negativ beeinflusst, die Lektine können sich zusätzlich entweder an die roten Blutkörperchen binden, wodurch die Saurstofftransportkapazität verringert wird, an das körpereigene Acetyl-Glucosamin binden, wodurch der Gelenkaufbau behindert wird oder die Struktur der Immunzellen schwächen und uns somit anfälliger für Krankheiten machen.
Die Phytinsäure bindet sich an Mineralien und macht diese damit für den Körper unbrauchbar. Phytinsäure kann jedoch teilweise durch Säuerung abgebaut werden, wodurch Sauerteigbrot aus Dinkel oder Hafer dem Körper deutlich mehr Mineralien liefert und somit vorzuziehen ist.

Hoffentlich versucht ihr jetzt euren Getreidekonsum etwas zu minimieren 😉

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