Kurkuma

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Kurkuma – Das Gewürz des Lebens?

Das aus Indien stammende Gewürz Kurkuma (Lat. curcuma longa), welches dort auch als heilige Pflanze gegen Volkskrankheiten bezeichnet wird, wird in der traditionellen chinesischen Medizin, sowie im Ayurveda (= indische Medizin), schon ca. 5.000 Jahre verwendet. Da die medizinische Heilwirkung in Europa noch nicht so weitläufig bekannt ist, möchte ich in diesem Beitrag möchte näher darauf eingehen, welche Wirkungen Kurkuma auf unseren Körper hat.

Da Kurkuma zu der Familie der Ingwergewächse gehört, ist die Wirkung der vom Ingwer ähnlich. Auch hier ist der für uns interessante Teil der Pflanze, aus der das Gewürz hergestellt wird, der Wurzelstock Der Wirkstoff im Kurkuma ist das Curcumin. Kurkuma selbst ist hellgelb und gibt dem Curry seine spezifische Farbe. Es ist weiterhin auch als indischer Safran oder Gelbwurz bekannt. Curry enthält zwar auch einen kleinen Anteil Curcumin, jedoch logischer Weise deutlich weniger als reines Kurkuma. Daher solltet ihr lieber reines Kurkuma verwenden, wenn ihr die Fähigkeiten voll ausschöpfen wollt. Oder gebt beim Würzen zum Curry einfach noch etwas mehr Kurkuma hinzu. Zu Reis-, Gemüse- und Kartoffelgerichten passt Kurkuma meiner Meinung nach besonders gut. Dabei könnt ihr Kurkuma auch einfach in heißes Wasser einrühren und das Ganze als Kurkuma-Tee trinken.

Curcumin ist bereits in kleinen Dosen wirksam, wie man sie zum Beispiel zum Würzen bei einem normalen Essen zu sich nimmt, jedoch zeigen sich auch bei hoher Dosierung keine Nebenwirkungen. Ihr könnt also nicht zu viel zu euch nehmen. Die Bioverfügbarkeit und damit auch die Wirkung von Curcumin kann deutlich erhöht werden, wenn dieses gemeinsam mit Piperin, einem Wirkstoff aus schwarzem Pfeffer, eingenommen wird. Für therapeutische Zwecke sollten dabei täglich mindestens ½ bis 1 Teelöffel Kurkuma eingenommen werden.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe von Kurkuma und deren Wirkungen

Der wichtigste Inhaltsstoff in der Kurkuma Pflanze ist, wie oben bereits erwähnt, das Curcumin. Dieses wird auch als Lebensmittelzusatz unter dem Namen E100 verwendet. Unter diesem Namen dient es als Geschmacksträger oder Färbemittel. Für uns ist jedoch die medizinische Heilwirkung deutlich interessanter. Durch diese Pflanze kann man auf natürlichem Weg die eigene Gesundheit fördern oder auch wiederherstellen. Curcumin wirkt in unserem Körper entzündungshemmend, schmerzstillend, krebshemmend und es leitet Schwermetalle aus unserem Körper aus. Zusätzlich hemmt es den Knochenabbau, bei Diabetes und Alzheimer zeigt es positive Wirkungen und es senkt den Cholesterinspiegel herab. Dadurch, dass Curcumin nicht gut wasserlöslich ist, wird es im Magen-Darm-Trakt nur zu einem geringen Teil absorbiert. Die Bioverfügbarkeit könnt ihr in diesem Fall erhöhen, wenn ihr das Kurkuma kurz im Öl erhitzt (also zum Beispiel zusammen mit den Zwiebeln anbraten). Des weiteren enthält Kurkuma zwischen 5 und 7 % ätherische Öle, die entweder antimikrobiell (gegen Mikroorganismen), antineoplastisch (gegen Tumore), antiarthritisch oder entzündungshemmend wirken, sowie die Herztätigkeit steigern. Außerden sind in Kurkuma Kaffeesäure, Kaffeesäurederivate und Ferulasäure. Kaffeesäure schützt vor Magenkrebs und hemmt die Produktion von Nitrosaminen, welche giftig und krebserregend sind.

Kurkuma gegen Alzheimer

Jeder 12. Bürger der westlichen Industriestaaten im Alter von 65 Jahren, erkrankt früher oder später an Alzheimer. Dabei geht man heutzutage davon aus, dass Alzheimer auf Grund von Plaques oder Ablagerungen zwischen den Nervenzellen im Gehirn entsteht. Diese, die Gehirnfunktion beeinträchtigenden Ablagerungen bestehen aus fragmentierten Proteinen, welche eine Entzündungsreaktion hervorrufen. Die Alzheimer-Medikamente der Schulmedizin haben zahlreiche Nebenwirkungen, sind teuer und oft auch nur eingeschränkt wirksam. Dadurch entsteht ein starkes Interesse an natürlichen, wirksamen Medikamenten bzw. Heilverfahren gegen diese Krankheit. Parallel dazu gibt es beispielsweise in Indien, wo unter anderem sehr viel mit Gewürzen, wie Kurkuma gekocht wird, deutlich weniger bis kaum Alzheimer Erkrankungen. Es ist bekannt, dass Curcumin aufgrund seiner antioxidativen Fähigkeiten die Oxidation im Gehirn und damit die Entzündungen verhindern kann. Dies ist dadurch möglich, dass Curcumin die Hirn-Blut-Schranke überwinden kann. Durch die regelmäßige Einnahme von Kurkuma, lässt sich also die Gedächtnisleistung (von Demenzkranken) steigern. Schon eine Dosis von täglich einem Gramm über einen Zeitraum von drei Wochen, brachte messbare Erfolge.

Die Wirkung von Kurkuma gegen Arthritis

Rheumatoide Arthritis, eine entzündliche Erkrankung der Gelenke, lässt sich durch das entzündungshemmende Curcumin positiv beeinflussen. Dabei ist Kurkuma wirksamer als die klassische eingesetzten nichtsteroidalen Entzündungshemmer, welche jedoch zusätzlich noch eine Vielzahl von Nebenwirkungen mit sich ziehen, wenn man diese über einen längeren Zeitraum einnimmt.

Kurkuma bei Atemwegserkrankungen

Verschiedene Studien lassen den Schluss zu, dass von Curcumin eine Schutzfunktion bei vielen Atemwegserkrankungen ausgeht. Das ist ebenfalls auf die stark entzündungshemmende Wirkung zurück zu führen. Im Curcumin sind natürlich vorkommende Polyphenole enthalten, die freie Radikale oder überschüssiges Stickstoffmonoxid abfangen und wichtige entzündliche Signalwege in der Hinsicht verändern, dass die Entzündungen in den Atemwegen abgeschwächt werden. Diese Antioxidantien wirken aber natürlich nicht nur in den Atemwegen, sondern auch in anderen Regionen des Körpers, wie zum Beispiel im Darm, wo sie Darmentzündungen lindern.

Kurkuma ist gut für die Senkung des Cholesterinspiegels

Ein hoher Cholesterinspiegel kann zu Arteriosklerose, Herzinfarkt oder auch Schlaganfall führen. Daher werden heutzutage sehr schnell Medikamente in Form von so genannten Statine eingesetzt. Diese können jedoch eine Vielzahl von Nebenwirkungen haben. Ursachen für einen zu hohen Cholesterinspiegel können entweder Stress, eine zu kohlenhydratlastige Ernährung, eine zu fettreiche Ernährung, die Einnahme von Medikamenten oder auch Vitamin-C Mangel sein. Zusätzlich kann dieser auch erblich oder durch einen Gen-Defekt ausgelöst werden. Studien haben bewiesen, dass Kurkuma aufgrund seiner antioxidativen Wirkung ein, wie bereits erwähnt, nebenwirkungsfreies Medikament zur Senkung des Cholesterinspiegels ist. Dabei senkt es den Anteil des (schlechten) LDL-Cholesterins und gleichzeitig den Anteil des (guten) HDL-Cholesterins hebt.

Kurkuma gegen Darmerkrankungen

aufgrund der Antioxidativen Wirkung von Curcumin, kann dieses auch gegen Darmentzündungen helfen. Es ist in der Lage, die Aktivierung von einem zellulären Regulatormolekül zu unterdrücken, welches mitverantwortlich für die Entstehung von Entzündungen ist. Außerdem wirkt sich Kurkuma positiv auf die Gesundheit der Leber aus, indem sie diese schützt, die Regeneration vom Gewebe fördert und allgemein den Heilprozess unterstützt.

Kurkuma stärkt das Immunsystem

Kurkuma unterstützt den Körper bei der Bildung von T-Zellen, welche unerlässlich bei der Krankheitsbekämpfung sind. Somit stärkt es das Immunsystem und schützt uns vor Bakterien, Viren und anderen fremden Eindringlingen. Bei Stress, Schwäche-Gefühl oder wenn ihr merkt, dass eine Krankheit „im Anmarsch“ ist, könnt ihr eine zusätzliche Portion Kurkuma zu euch nehmen und damit zur Immunsystemstabilisierung beitragen.

Kurkuma hemmt die Tumorbildung

Kurkuma kann die Tumorbildung hemmen. Es wirkt also krebsvorbeugend. Allerdings weisen Studien darauf hin, dass es auch bei bereits vorhandenem Krebs die Metastasenbildung verhindern kann, indem es Transkriptionsfaktoren ausschaltet, welche die, für die Tumorbildung benötigten Gene regulieren. Damit wird das Wachstum und die Ausbreitung der Krebszellen gestoppt. Außerdem verstärkt es die Membranen der Körperzellen, wodurch die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheitserregern erhöht wird. Allerdings wurden in den Studien nur gesunde Zellen durch den Einbau von Kurkumin in die Lipid-Doppelschicht stabilisiert. Die Membran von Krebszellen wurde durch diesen Einbau durchlässiger und verlor an Stabilität.

Fazit: Kurkuma ist sehr kostbar

Kurkuma ist eine sehr kostbare, vielfältig einsetzbare Pflanze und sollte nicht nur als Farbstoff oder Geschmacksträger eingesetzt werden. Die vielen Studien zeigen, wie hilfreich es als Medizin ist und selbst in hohen Dosierungen, kommt es normaler Weise nicht zu Nebenwirkungen, im Gegensatz zu den normaler Weise eingesetzten Medikamenten. In Einzelfällen kann es jedoch auch zu Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall kommen.

Probiert einfach aus, ob es euch bekommt oder nicht und profitiert von der Wirkung oder genießt einfach nur die neue Geschmacksvielfalt indem ihr es verstärkt zum Würzen einsetzt.

Ich hoffe der Artikel war nicht zu lang und ihr hattet etwas Spaß am Lesen 😀

Probiert doch gleich mal den leckeren Kurkuma-Mango Smoothie aus!

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